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Saugroboter – Geschichte, Typen und ihre Tauglichkeit im Alltag

 

Saugroboter sind Roboter, die für uns den Haushalt erledigen. Das ist ein Traum, der anscheinend wahr geworden ist – zumindest, wenn es um das Staubsaugen geht. Bodenreinigung mit traditionellen Staubsaugern erfordert sowohl körperlichen Aufwand als auch viel Zeit, doch ein Saugroboter reinigt Ihre Böden zu jeder gewünschten Zeit – auch wenn Sie nicht gerade zu Hause sind.

Saugroboter sind selbständige, kabellose Staubsauger, die meist in Form eines flachen Zylinders gebaut sind und deren Fläche um die 30 cm beträgt. Sie machen die Reinigung der Fußböden und der Teppiche zu einer mühelosen Aufgabe. Diese kleinen Helfer, die es eigentlich schon seit Ende der 1990er gibt, haben mittlerweile eine ziemlich leistungsstarke Saugfähigkeit und eine einfache Bedienung.

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Typen der Saugroboter


Abhängig von den Pflegebedürfnissen der Böden gibt es Roboter-Kehrmaschinen oder Sauger, die über ein erweitertes Navigationssystem verfügen. Dieses speichert die Fläche des Raumes, in dem der Saugroboter arbeitet, um einen effizienten Reinigungsweg zu schaffen und den ganzen Raum sauber zu halten. Eine Raum-zu-Raum-Navigationsfunktion schickt den Saugroboter in den nächsten Raum, nachdem er mit dem aktuellen fertig ist. Darüber hinaus können viele Saugroboter auch Möbel und Treppen ausweichen.

Die einfachen Saugroboter reinigen harte Böden und Teppiche. Etwas hochwertigere Modelle verfügen jedoch über eine Technologie, die unterschiedliche Oberflächen erkennt und den Saugroboter zu einer anderen Bodenart ohne Unterbrechung des Programms befördern kann. Das Gerät wechselt selbständig und ohne Probleme vom Teppich zu Fliesen, Hartholz oder Laminat und passt seine Reinigungsleistung dementsprechend an. Bei harten Oberflächen, die auch mit Wasser gewischt werden dürfen, sollten Saug- und Mopproboter gewählt werden.

Entstehungsgeschichte und Hersteller


In den USA und in Südkorea gibt es Hersteller, die sich nur auf die Produktion von Reinigungsrobotern eingestellt haben. Währenddessen werden in Europa Saugroboter von Unternehmen hergestellt, die auch klassische Reinigungsgeräte auf den Markt bringen.

Die Industrie, die sich mit dem Herstellen der technischen Haushaltsreiniger beschäftigte, erkannte in den 1990er das Bedürfnis der Verbraucher nach einem Robotersauger. 1996 stellte BBC die schwedische Marke Electrolux Trilobite vor. Der Trilobite wurde erstmals 2001 zum Verkauf freigegeben und ist damit der erste Sauger dieser Art auf dem Markt.

Die amerikanische Firma iRobot war bekannt für die Herstellung von Geräten, die den Meeresboden scannen konnten sowie einer ganzen Reihe von anderen Robotern für den militärischen Einsatz. Im Jahre 2002 brachten sie den beliebten Roomba heraus – einen bodenreinigenden Roboter. Dieses Gerät wurde ein Verkaufserfolg und ist bis 2004 über eine Million Mal verkauft worden.

Im Jahre 2001 baute und demonstrierte das britische Technologieunternehmen Dyson einen Saugroboter, das als DC06 bekannt ist. Allerdings wurde er aufgrund seines hohen Preises niemals auf den Markt gebracht.

Seit 2002 sind neue Variationen von Roboter-Staubsaugern auf dem Markt erschienen. Zum Beispiel der kanadische bObsweep Robotersauger, der den Boden sowohl moppt als auch saugt. Ein weiteres Exemplar ist der Neato Robotics XV-11 Saugroboter.

2014 kündigte Dyson die Freigabe seines neuen Roboter-Staubsaugers namens Dyson 360 Eye an, ausgestattet mit einer 360-Grad-Kamera, die auf der Oberseite des Roboter-Staubsaugers montiert ist und eine bessere Navigation als andere Marken bieten sollte.

Weitere Hersteller sind ECOVACS Robotics, Kärcher, Vorwerk (VR200), Samsung (Navibot), LG (Hom-Bot) und Xiaomi (Mi Robot).

Tauglichkeit im Alltag


Vorteile
Das traditionelle Staubsaugen ist nicht nur zeitaufwändig, sondern auch eine umständliche und körperliche Haushaltsarbeit, die bekanntermaßen auch häufig Rückenschmerzen verursacht. Das kommt daher, dass man sich gewöhnlich beugen muss, um unter niedrigen Möbeln und in enge Ecken zu gelangen. Rückenschmerzen werden oft auch durch das Heben schwerer Gegenstände beim Saugen verursacht.

Ein Saugroboter ist dagegen extrem flach und kann selbstständig unter Sofas und Stühle gleiten, ohne den Einsatz der Menschen. Außerdem müssen Sie mit einem Saugroboter nicht mehr an das Saugen denken, denn diese intelligenten Reinigungswerkzeuge können so programmiert werden, dass sie zu festgelegten Zeiten jeden Tag oder mehrere Male wöchentlich putzen.

Eine weitere nützliche Funktion ist auch die Fähigkeit, die Fläche der Räume zu speichern. Das heißt, sie werden nicht in Ecken oder an Wänden stecken bleiben. Sie speichern ebenfalls den Ort, wo sich das Ladegerät befindet und kehren selbständig nach der Reinigung zurück. Einige Modelle können sogar den angesammelten Schmutz aus dem entsprechenden Gefäß selbstständig entsorgen.

Diese kleinen Helfer können aber ähnlich wie manuelle Staubsauger menschliche und tierische Schuppen sowie Allergene aufzusaugen. Diese Funktionen sind wichtig für die Gesundheit, vor allem für diejenigen, die unter schweren Allergien oder Asthma leiden. Genauso wie traditionelle Staubsauger können auch die Saugroboter auf verschiedenen Bodenarten wie Teppich oder Fliesen eingesetzt werden.

Ein weiterer Vorteil der Verwendung eines Saugroboters ist, dass sie nicht vergessen, etwas zu reinigen. Anstatt sich auf das menschliche Gedächtnis zu verlassen, hängen sie von dem Reinigungsweg ab, der in ihr Robotergedächtnis programmiert wurde. Der Bereich unter der Couch oder dem Bett wird beim traditionellen Staubsaugen oft ausgelassen. Man isst und trinkt auf der Couch, Kinder basteln darauf, und jede Art Schmutz sammelt sich darunter an. Der Saugroboter gleitet mühelos unter jedes Möbelstück und reinigt diese Stellen selbstständig.

Nachteile
Die genannten Funktionen sind fast alle von den jeweiligen Modellen und auch deren Preis abhängig. Saugroboter haben zwar die Möglichkeit, die herumstehenden Objekte auszuweichen, aber dennoch können Kabel anderer Geräte, die auf dem Boden herumliegen, Funktionsstörungen verursachen. Teure Modelle entsorgen zwar selbstständig den Schmutz, aber diese Funktion ist für billigere Geräte nicht selbstverständlich, sondern der Müll muss manuell entfernt werden.

Viele Saugroboter funktionieren wie Teppichreiniger und zwar mit rotierenden Bürsten oder Walzen. Solche Geräte haben keine starke Leistungsfähigkeit. Ein weiterer Nachteil ist, dass sogar die neuesten und teuersten Modelle immer noch über eine geringe Kapazität der Batterie verfügen. Saugroboter können maximal zwei Stunden autonom arbeiten und dabei höchstens vier Räume der Standard-Größe reinigen. Bei mehr als vier Zimmern müsste man mehrere Ladestationen oder weitere Saugroboter einsetzen.

Laut Stiftung Warentest können diese Geräte zwar den groben Schmutz entfernen, vorausgesetzt es wird regelmäßig gereinigt, jedoch befreien sie Teppiche nur an der Oberfläche vom Staub und Schuppen. Außerdem fliegt dabei der Feinstaub durch den Raum, was diese Geräte für Allergiker wiederum unvorteilhaft macht.

Es gibt dementsprechend sowohl Vorteile als auch Nachteile, die man beim Kauf von einem Saugroboter bedenken muss. Insgesamt schneiden sie in Sache Wirksamkeit aber etwas schlechter im Vergleich zu den traditionellen Staubsaugern ab.


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